DISCOVERING THE SEA WITH THE MAASAI

Freitag, 21. Oktober 2022

 Das Meer ist in Sansibar besonders wichtig. Sei es für den Fischfang, Tourismus oder den Anbau von Algen. Genauso war es auch beim Einkaufen auf der Insel, da viele kleine Shops am Strand ihr Geschäft nach den Gezeiten des Meeres richten. Ist die Flut da, blockierte dies teilweise den Weg zu den Shops, weil das Wasser bis zum Eingang der kleinen Strohhüten ging, die lediglich von ein paar wenigen Sandsäcken geschützt waren. Das Alles beeinflusste irgendwo auch unseren Urlaub, da man natürlich nicht ständig baden konnte. Wenn sich das Meer also zurückzog, hatte man dafür andere Möglichkeiten. So konnte man bei Ebbe immer Krebse sehen oder Muscheln sammeln und genau das wollte ich mit meiner Mutter machen. Schlussendlich haben wir uns dann aber dazu entschlossen, die Massai zu fragen, ob sie uns durch das Meer führen könnten, um uns beispielsweise Seesterne zu zeigen. Mehr dazu in dem heutigen Beitrag!




Nicht weit vom Hotel entfernt war ein großer Steg, den man schon aus der Ferne direkt sehen konnte. Der Steg erinnerte mich irgendwie an diese Häuser mit Steg auf den Malediven und so wollte ich einen kleinen Strandspaziergang dorthin wagen. Doch obwohl wir teils quer durch das Meer liefen, sahen wir wenige Tiere. Also gingen wir zu den Massai, die sich über unseren Besuch riesig freuten. Sie kommen eigentlich aus Tansania und arbeiten hier den ganzen Tag lang am Strand, um den Touristen etwas in ihren Shops zu verkaufen. Für 5€ hatten wir einen Deal und so zogen wir mit den Massai namens Simba und Thomas los. Wir dachten wir würden lediglich die Seesterne sehen, doch wir sahen so so viel mehr!



Ganz zu Beginn sahen wir einige Algenfelder, die die einheimischen Personen mit kleinen Stöcken abgrenzen. Ungefähr 1-2x in der Woche kam es dann bei Ebbe vor, dass fast der gesamte Strand mit Personen voll war, die entweder die Algen ernteten oder sie verkauften.


Zum Glück hatten wir unsere Schwimmschuhe mitgenommen. Es dauerte nämlich nicht lange, bis wir die ersten Seeigel sahen, die man bei dem klaren Wasser schnell erkennen konnte. Simba und Thomas erklärten uns dabei, dass es ganz unterschiedliche Arten gibt. So zum Beispiel die ungefährlichen kleineren schwarzen Seeigel sowie eine eher bräunliche Art. Als wir weitergingen, zog einer von ihnen plötzlich seinen Schwimmschuh aus und nahm damit einen Seeigel auf. Für mich sah er fast genauso aus wie einer der ungefährlichen; tatsächlich handelte es sich hierbei aber um die gefährliche Art. Sie erzählten uns, dass man bei Kontakt mit diesem gefährlichen Seeigel nur noch eine Woche zu leben hat und anschließend an dem Gift verstirbt. Die ungefährlichen Seeigel konnten wir auch in die Hand nehmen. Dabei wurde uns das Auge des Seeigels gezeigt und man spürte richtig, wie sich der Seeigel ganz leicht bewegte. Total interessant!



Das Ganze ging dann noch recht lange so weiter und wir waren von dem Wissen der Massai über die Tiere im Wasser erstaunt. Leider sprechen die Massai wenig Englisch und können das meiste nur mit Swahili betiteln, aber irgendwie hat man sich letztlich natürlich doch verstanden.





Am Ende der kleinen Tour, nicht weit vom Korallenriff entfernt, sahen wir dann super viele bunte Seesterne. Auch hier fühlte es sich total cool an, wenn man bemerkte, wie der Seestern sich bewegt. 


Schlussendlich war es ein super cooler Mini-Ausflug, bei dem wir mehr sahen als gedacht. Für die Massai war der Ausflug sicherlich auch interessant, denn sie waren überrascht davon, dass wir solche Meeresbewohner nicht in unmittelbarer Nähe in Deutschland hätten.



Lara

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