BEN YOUSSEF MADRASA MARRAKECH: EXPLORING A MASTERPIECE OF MOROCCAN ARCHITECTURE

Dienstag, 28. Juli 2026

Meine Lieben,

nachdem ich im vergangenen Monat nochmal verreist bin, komme ich endlich dazu, euch in dem heutigen Beitrag von einem meiner Highlights aus Marrakesch zu berichten. Denn in diesem Post möchte ich euch zu einem ganz besonderen Ort in Marrakesch mitnehmen: der Medersa Ben Youssef. Dieses beeindruckende Bauwerk ist nicht nur ein Zeugnis der islamischen Architektur, sondern auch ein Ort voller Geschichte und Kultur. Es gehört zu einem der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Marrakesch und ist definitiv einen Besuch wert. Was man dort so sehen kann und was man vor einem Besuch wissen sollte, erfahrt ihr in dem heutigen Beitrag!






Die Medersa Ben Youssef wurde im 14. Jahrhundert gegründet und war einst die größte Koranschule in Marokko und Nordafrika. Sie konnte bis zu 900 Schüler beherbergen, die hier studierten, Koranverse lernten und sich auf ihr Leben als Gelehrte vorbereiteten. Bei einem Besuch kann man sich ein wenig das Leben vor Ort vorstellen und nicht nur den imposanten Innenhof erkunden, sondern auch die obere Etage. Das ist meines Erachtens auch einer der besten Tipps für einen Besuch dort, da die meisten nur kurz den Innenhof betrachten. Dieser sticht durch die besonderen Wandverzierungen vor und bietet ein super Fotomotiv. 



Wer nach oben geht, kann in einigen versteckten Innenräumen entdecken, wie die Schüler damals gewohnt haben. Diese Räume sind vergleichsweise klein und simpel, was einen Kontrast zum Innenhof bildet. In einem dieser versteckten Innenräume fanden wir zudem eine Vorstellung, die zeigt, wie die aufwändigen Wände draußen verziert, gebaut und restauriert wurden und erhält dadurch nochmal einen ganz anderen Blick auf dieses Bauwerk. Ich hatte bei meinem Besuch den Eindruck, dass die meisten nur im Innenhof bleiben und dies verpassen, was leider sehr schade ist.





Unabhängig davon ist die Medersa vermutlich auch für das wunderschöne kleine Wasserbecken im Innenhof bekannt, das mit kristallklarem Wasser gefüllt ist und die umgebenden Ornamente reflektiert. Diese Gestaltung trägt nicht nur zur Schönheit des Ortes bei, sondern hat auch eine praktische Funktion: Sie sorgt für eine angenehme Klimatisierung in den heißen Sommermonaten. Aber auch für die rituelle Waschung vor dem Gebet war das Wasserbecken entscheidend. Interessant an dieser Stelle ist, dass sich diese eckige Innenhof-Gestaltung mit Wasserelementen durch viele Sehenswürdigkeiten in Marokko zieht, da das Wasser in der islamischen Architektur eine symbolische Bedeutung hat. Wer also gleich länger in Marrakesch ist und mehrere Sehenswürdigkeiten besucht, kann auf diese Parallelen zwischen den Sehenswürdigkeiten gerne mal achten!



Insgesamt ist die Medersa nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Ort der Ruhe. Marrakesch ist eine Stadt voller Trubel - laut, wuselig und kunterbunt. Die Medersa bietet einen angenehmen Ort, um sich von der Hektik der Stadt zurückzuziehen. Dies geht allerdings tendenziell eher am Morgen direkt bei der Öffnung der Medersa. Wir zählten an dem Tag zu den ersten Touristen, die diesen Ort besuchten. Dadurch hatten wir die Chance, tolle Fotos zu machen und die Medersa in Ruhe und vor der starken Mittagshitze zu erkunden. Bereits um ca. 10 Uhr kommen die ersten großen Reisegruppen und dann wird es dort echt schnell voll. 




Die Anreise könnt ihr in der Regel mit dem Taxi erledigen - ihr habt dann meist noch einen kleinen Fußweg. Das ist aber kein Problem, da die Medersa ausgeschildert ist. Außerdem solltet ihr natürlich eure Kleidung an dem Tag überdenken. Es gibt zwar keine offizielle Kontrolle der Kleidung, aber im Anbetracht der Geschichte dieses Ortes, empfiehlt es sich, Schultern und Knie zu bedecken.

Wer danach noch etwas Zeit hat, sollte unbedingt die benachbarten Souks entdecken und etwas stöbern. Da die Medersa recht zentral gelegen ist, geht das relativ einfach - auch ohne große Ortskenntnisse, denn wir sind auch einfach der Nase nach losgelaufen :)






Würdet ihr diesen Ort gern besuchen? Oder seid ihr bereits in Marrakesch gewesen? 


Lara

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