Meine Lieben,
wer mir auf Instagram folgt, hat mitbekommen, dass ich mir dieses Jahr einen Traum erfüllt habe: eine Reise auf die Malediven. Ich habe immer gedacht, dass dies ein Traumziel für meine Flitterwochen eines Tages sein könnte. Doch gerade das vergangene Jahr hat mir gezeigt, dass nicht immer alles so läuft, wie man es sich zu Beginn vorstellt und natürlich auch, wie wertvoll Erinnerungen sind.
Und als es dann dieses Jahr darum ging, wohin ich mit meiner Mutter in den Urlaub fliege, sind wir ganz spontan auf die Malediven gekommen. Und genauso spontan habe ich uns heimlich Business Class Flugtickets gebucht und am Flughafen damit meine Mutter überrascht. Ich wollte, dass dieser Urlaub unvergesslich wird und da ein Business Class Flug ebenfalls ein kleiner Traum von mir war, wollte ich uns beiden diesen erfüllen. Deshalb möchte ich euch heute in diesem Post ein bisschen mitnehmen und euch von meinem Flug berichten!
Anscheinend gibt es (ich glaube von Frankfurt aus) Direktflüge auf die Malediven. Doch derart lange Sitzen ist ziemlich anstrengend, da für uns eine Anreise nach Frankfurt zur eigentlichen Flugzeit noch dazu gekommen wäre. Ich bin schon oft einige Male weiter geflogen und dabei durfte ich auch erleben, wie es so ist, wenn mal der eigene Flug umgeleitet wird oder Verspätung hat. Ich erinnere mich noch gut daran zurück, wie wir vor etlichen Jahren einen Direktflug nach Mauritius hatten. Wir buchten ihn, weil wir dachten, dass wir so schneller und angenehmer ankommen würden. Doch der Flug wurde zweimal innerhalb Deutschlands umgeleitet - ergo hatten wir zwei ungeplante Zwischenstopps und so wurden aus ursprünglich 12 Stunden Flugzeit 17 Stunden Flugzeit - und wenn es dann schon kaum etwas zu trinken oder ähnliches gibt, kommt man da manchmal schon so an seine Grenzen.
Dann wurde dieses Jahr noch die Flugsituation durch die angespannte Lage im Nahen Osten erschwert. Ohne Direktflug mussten wir also logischerweise zwischenlanden und am sichersten erschien uns da Doha. Wir fühlten uns mit dieser Entscheidung am wohlsten, zumal der Flughafen auch viele Optionen bei einem Stopover anbietet. Also entschieden wir uns für einen Flug von Düsseldorf nach Doha und von dort dann nach Male. Natürlich war Male nicht der Endpunkt - es ging dann nochmal mit einem Flug mit Zwischenstopp innerhalb der Malediven weiter und von dort aus noch mit einem Speed Boot. Uns war also von vornerein klar: das wird eine ziemlich lange und anstrengende Anreise von mehr als 24 Stunden. Und umso mehr habe ich mich daher über die Tickets in der Business Class gefreut. Da wir über Doha geflogen sind, fiel unsere Wahl auf Qatar Airways - für uns war es das erste Mal, dass wir mit dieser Airline geflogen sind.
Das besondere Erlebnis fängt natürlich schon beim Einsteigen an. Man darf das Flugzeug früher betreten, wird an seinen Sitzplatz begleitet und eine persönliche Stewardess, die den Flug über für einen verantwortlich ist, stellt sich vor. Dann gibt es den klassischen Welcome Drink mit einer Vorstellung des Menüs. Da ich Veganerin bin (und anders als meine Mutter schon vorher von dem Upgrade wusste), buchte ich mir das Hauptgericht bereits im Voraus. Richtig interessant wird es aber dann beim Dine-On-Demand-Erlebnis von Qatar Airways. Das bedeutet, dass jeder Passagier in der Business Class jederzeit selbst entscheiden kann, wann er was wie essen und trinken will. Während einige Reihen weiter auf Wunsch direkt nach dem Start der erste Gang serviert wurde, bekamen andere ihr Essen nach Absprache kurz vor der Landung. Dies führt zu einer logistischen Meisterleistung, da die Stewardess im Blick haben muss, wer gerade was macht, wann (vermutlich) essen/trinken will und wer welchen Gang bereits hatte.
Das Essen war insgesamt glaub ich das Highlight schlechthin. Möchte man essen, dann wird das Essen auf einer weißen Tischdecke serviert und angerichtet. Zudem schmeckt es wie aus dem Restaurant - keine Ahnung, wie sie dies im Flugzeug hinkriegen. Neben vollwertigen Mahlzeiten gibt es aber auch eine Snackbar, an der man sich ständig bedienen kann. Genauso kann man jederzeit etliche Drinks bestellen - hier war mein Highlight ein alkoholfreier Sekt.
Und wenn der Magen dann voll ist, kommt natürlich die Schlafenszeit. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut, denn sich einfach so im Flugzeug vollkommen flach austrecken zu können, ist einfach mega cool! Den Sitz kann man natürlich selbst einstellen, wie man will, es ist allerdings auch möglich, sich von den Mitarbeitenden das Bett machen zu lassen. Qatar Airways hat auch einige Flugmaschinen in der Business Class mit der Qsuite, in welcher man dann den Sitzbereich wie einen privaten Bereich abschirmen kann. Das eine solche Tür bei diesem Flug fehlte, war aber gar nicht schlimm, da die Sitze so oder so weg voneinander ausgerichtet sind. Für meine Mutter und mich waren die Sitzplätze in der Mitte daher ideal. Ich schaue zwar gern aus dem Fenster, aber so war es zu zweit einfach viel bequemer, wenn man mal reden oder zusammen anstoßen wollte. Und falls die Passagiere sich auf den Sitzplätzen in der Mitte doch nicht kennen, gibt es natürlich immer noch eine Trennwand, die man hochfahren kann.
Selbstverständlich wollte ich dieses Erlebnis maximal auskosten und so ließ ich mir nicht nur das Bett machen, sondern nahm auch einen der angebotenen Pyjamas mit Pantoffeln an - so wurde es nochmal extra gemütlich. Zusätzlich erhält man ein Amenity Kit, das bereits vor dem Start auf einen wartet. Hier gab es einige Kosmetika von Diptyque, wobei Damen und Herren jeweils verschiedene Sets bekamen.
Also zog ich mich im separaten Badezimmer um - selbst dieser Bereich ist recht groß gestaltet und bietet Zahnbürsten und Rasierer, sowie ein extra Fenster an. Schlafen konnte ich auf dem Flug zwar nicht, aber ich kam deutlich erholter am Ziel an. Der Flughafen in Doha ist sowieso total schön, sodass wir uns dort dann ein wenig die Füße vertraten und die kleine Gartenanlage und den Wasserfall entdeckten. Zwar kamen wir mitten in der Nacht in Doha an, aber durch den komfortablen Flug waren wir gar nicht kaputt :)
Tatsächlich finde ich, dass sich das Geld hierfür definitiv gelohnt hat und ich würde es bei einem solch langen Flug immer wieder in Erwähnung ziehen. Es ist gar nicht so sehr allein dieser tolle große Sitz, sondern ein Sammelsurium aus ganz vielen kleinen schönen Momenten, die die Reise weitaus angenehmer gestalten: vom schnellen Check-In bis hin zu den vielen kleinen Überraschungen an Board.
Lara
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